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Wer den Wunsch einer Brustvergrößerung hat, muss sich mit vielen Fragen auseinandersetzen, etwa wegen des passenden Implantats bzw. der Implantatgröße und -form oder wegen der Platzierung. Bei der Beschaffung von Informationen stoßen viele Frauen auch auf mögliche Komplikationen. Wie ist das eigentlich mit der sogenannten Kapselfibrose? Brustvergrößerung Köln klärt Sie in diesem Beitrag darüber auf.

Was ist eine Kapselfibrose?
Unabhängig von seiner Qualität ist jedes eingesetzte Implantat zunächst ein Fremdkörper. Es ist möglich, dass der Körper der Patientin, die eine Brustvergrößerung hat durchführen lassen, als Folge der natürlichen Immunreaktion mit einer Kapselbildung reagiert. Das bedeutet, dass sich rund um das Implantat eine dünne Bindegewebsschicht (Narbengewebe) bilden kann. In diesem Fall möchte der Körper das Implantat von anderen Bereichen abkapseln.

Meist ist diese Gewebekapsel zart und elastisch und bleibt oft unbemerkt, da sie zu keinerlei Beschwerden führt. In diesem Fall dient sie lediglich als Schutzfunktion des Körpers. Bei manchen Patientinnen reagiert der Körper jedoch stärker auf die Implantate und bildet infolgedessen eine dickere und festere Gewebeschicht rund um das Implantat aus. Es entsteht eine feste, dicke Kapsel, die sich um das Implantat zusammenziehen kann. Durch diese sogenannte Kapselfibrose kann es zu einem verminderten Tragekomfort oder zu Schmerzen bei Bewegung oder Berührung bis hin zum dauerhaften Spannungsschmerz kommen. In manchen Fällen kann auch eine Verhärtung oder Deformierung des Silikonkissens festgestellt werden.

Risikofaktoren für eine Kapselfibrose

  • Beschaffenheit der Brustimplantate
    Ältere Implantate haben in der Regel eine glatte Oberfläche. Sie sind so gefertigt, dass bei einem Riss das Silikon austreten kann, was das Risiko für eine Kapselfibrose möglicherweise erhöht. Auch die Oberflächenstruktur kann eine Rolle spiegeln. Bei neuen Implantaten mit aufgerauter Oberfläche fällt die Kapselbildung demnach deutlich geringer aus als bei alten, glattwandigen Implantaten.
    In unserer Praxis setzen wir ausschließlich Brustimplantate des Premium-Herstellers Allergan ein, die als die qualitativ hochwertigsten Implantate weltweit gelten.
  • Position der Implantate
    Es ist nicht abwegig, dass die Position der Implantate die Entstehung einer Kapselfibrose begünstigen kann. Es gibt die Tendenz, dass das Erkrankungsrisiko erhöht ist, wenn die Implantate oberhalb des Brustmuskels positioniert werden.
  • Genetische Neigung
    Manche Patientinnen haben eine genetische Neigung zur Narbenbildung, die die Entstehung einer Kapselfibrose begünstigen kann. Auch eine Autoimmunstörung des Bindegewebes kann in seltenen Fällen diese Fremdkörperreaktion auslösen.

Muss bei einer Kapselfibrose das Implantat unbedingt ausgetauscht werden?
Ein Implantat muss nicht zwangsläufig ausgetauscht werden, wenn sich eine Kapselfibrose gebildet hat. Anhand der sogenannten Baker-Stufen kann sie in verschiedene Schweregrade eingeteilt werden. Abhängig davon kann eine Einschätzung erfolgen, wie stark eine Kapselfibrose fortgeschritten ist. Daraus leitet sich dann die Art der Behandlung ab.

Diese Stufen sind:

  • Baker-Stufe 1: Normalzustand nach einer Brustvergrößerung
    Die Brust weist keine sicht- oder tastbaren Anzeichen einer Kapselfibrose auf.
  • Baker-Stufe 2: Minimale Kapselfibrose
    Eine Veränderung ist hier als leichte Verhärtung oder Verfestigung tastbar. Oft spannt die Brust und kann leichte Schmerzen verursachen. In diesem Stadium ist eine Behandlung nicht immer erforderlich. Als prophylaktische Maßnahme kann ein Fibrosenschnitt durchgeführt werden, bei dem die geschrumpfte Kapsel an einer oder mehreren Stellen durchtrennt wird. Durch diesen kleinen chirurgischen Eingriff kann das Implantat durch die Erweiterung wieder seine ursprüngliche Form annehmen.
  • Baker-Stufe 3: Starke Kapselfibrose mit beginnender Kapselkontraktur
    Das Implantat hat sich sichtbar zusammengezogen und eine Verhärtung ist deutlich tastbar. Häufig treten hier schon stärkere Schmerzen auf. Bei diesem Stadium ist eine Therapie erforderlich, entweder mit minimal-invasiven Maßnahmen oder einem chirurgischen Eingriff.
  • Baker-Stufe 4: Ausgeprägte Kapselfibrose
    Im Prinzip entsprechen die Symptome der Baker-Stufe 3, zusätzlich leidet die Patientin aber unter andauernden Schmerzen bereits bei leichten Berührungen. Die Kapsel kann stark verhärtet und zusammengezogen sein. Es liegt eine ausgeprägte Deformierung von Brust und Implantaten vor. Im weiteren Verlauf droht durch den hohen Kapseldruck die Gefahr eines Implantatrisses. Nun ist ein operativer Eingriff zwingend erforderlich.

Brustvergrößerung Köln
Um einer Kapselfibrose vorzubeugen, sollten Sie sich in die Hände eines Experten begeben. Dr. Dr. med. Matthias hat bereits unzählige Brustvergrößerungen durchgeführt und weiß, worauf es ankommt. Mit seiner gewebeschonenden OP-Technik, seinem Know-how und viel Erfahrung sowie unter Einsatz von Implantaten der neuesten Generation (mit Kohäsivgel-Füllung) kann der Chirurg äußerliche Faktoren, die eine Kapselfibrose bedingen können, minimieren.

Kontaktieren Sie uns gerne für einen persönlichen Beratungstermin!
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